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Oberfläche anrauen für Chromlack: So haftet der Chrom-Effekt wirklichWer die Oberfläche anrauen zum Lackieren mit Chrom-Effektlack oder Chromlack aus der Spraydose überspringt oder schlampig ausführt, riskiert eine Katastrophe: Die spiegelnde Schicht blättert ab, zeigt Blasen oder verliert ihren charakteristischen Hochglanz-Effekt schon beim ersten Kontakt mit Wärme oder Feuchtigkeit. Dieser Vorbereitungsschritt ist der wichtigste Einzelschritt vor dem Lackieren und beim Chrom-Effektlack noch kritischer als bei normalen Decklacken, weil jede Unebenheit im Untergrund durch die metallisch spiegelnde Oberfläche sofort sichtbar wird.
Oberfläche anrauen zum Lackieren: Warum Chromlack besondere Anforderungen stelltBeim normalen Lack lässt sich eine leicht ungleichmäßige Haftung oft noch mit einer zweiten Schicht kaschieren. Beim Chrom-Effektlack ist das anders. Die spiegelnde Wirkung von Chrom-Effektlack entsteht durch extrem feine Metallpigmente, die sich nur dann gleichmäßig ausrichten, wenn der Untergrund absolut plan und gleichmäßig aufgeraut ist. Ist die Oberfläche zu glatt, haftet der Lack kaum und beginnt sich frühzeitig zu lösen. Ist sie zu grob angeschliffen, zeichnen sich die Schleifspuren in der verspiegelten Schicht ab, was den Chrom-Effekt optisch zerstört. Das Ziel ist eine gleichmäßig matte, von feinen Riefen durchzogene Fläche ohne Hochglanzflecken oder tiefe Rillen. Wer Chromlack aus der Spraydose verarbeitet, sollte diesen Schritt besonders sorgfältig nehmen. Das richtige Schleifpapier für Chromlack wählenDie Körnung des Schleifpapiers ist keine Geschmacksfrage, sondern entscheidet direkt über den Erfolg der Chromlackierung. Bei Chrom-Effektlack gilt eine engere Spanne als bei normalen Lacken. Eine vollständige Übersicht aller Körnungsstufen vom ersten Schliff bis zum Nassschliff bietet der Artikel zu den Schleifkörnungen für Chromlack von P80 bis P2000. Die folgende Tabelle zeigt, welche Körnung für welchen Untergrund sinnvoll ist, wenn danach Chromlack oder Chrom-Effektlack aufgetragen wird.
So rauen Sie eine Oberfläche vor Chrom-Effektlack richtig anDer Ablauf ist in wenige klare Schritte gegliedert. Wichtig ist, keinen davon zu überspringen, weil jeder Schritt auf dem vorherigen aufbaut.
Nasses oder trockenes Schleifen beim Chromlack?Für Chromlack und Chrom-Effektlack empfiehlt sich fast immer das Nassschleifen, sobald Sie in die feineren Körnungen ab 400 aufwärts gehen. Beim Nassschleifen wird das Schleifpapier mit Wasser leicht befeuchtet. Das Wasser schlemmt den abgetragenen Schleifstaub ab, hält das Papier länger scharf und produziert gleichmäßigere Schleifspuren als trockenes Papier. Besonders bei Körnungen ab 600, die für das Anrauen bestehender Chromlackschichten genutzt werden, ist Nassschleifen die überlegene Methode. Alles zur Technik, den richtigen Körnungen und typischen Fehlern beim Nassschliff vor Chrom-Effektlack ist in einem eigenen Artikel zusammengefasst. Trockenes Schleifen ist schneller, erzeugt aber Riefen, die sich unter der spiegelnden Chromschicht abzeichnen können. Wer eine Chromlack-Dose einsetzt und ein spiegelglattes Ergebnis erwartet, kommt am Nassschleifen kaum vorbei. Bestehende Chromlackierungen und Originalchrom anrauenEine häufige Situation: Eine vorhandene Chromlackschicht oder eine verchromte Metalloberfläche soll mit Chrom-Effektlack neu lackiert werden. Dabei gelten besondere Regeln. Die Oberfläche anrauen zum Lackieren gelingt bei einer bestehenden Chromlackschicht aus der Spraydose in der Regel mit feinem Nassschleifen zwischen 600 und 800er Körnung, um die Fläche anzumatten, ohne die bestehende Schicht abzutragen. Anders verhält es sich bei original verchromten Metalloberflächen, wie sie an Motorradteilen oder Oldtimer-Zierleisten vorkommen. Echtes Galvanochrom ist extrem hart und sehr glatt. Hier wird mit 800 bis 1000er Nassschleifpapier gearbeitet und nur die Oberfläche angematt. Danach ist eine Haftgrundierung oder ein geeigneter Primer zwingend empfohlen, weil der Chrom-Effektlack auf der glatten Chromoberfläche ohne Primer kaum ausreichend haftet. Bei alten, porösen oder rissigen Chromlackschichten sollte die alte Schicht zunächst vollständig entfernt werden, bevor neu aufgebaut wird. Chemische Aktivierungsmittel (sogenannte Haftvermittler für Kunststoff oder Metall) können in manchen Fällen das mechanische Schleifen ergänzen, ersetzen es aber nicht vollständig. Typische Einsteigerfehler beim Anrauen vor ChromlackDie meisten Fehler beim Anrauen entstehen nicht aus Unwissenheit über den Grundprozess, sondern aus Unterschätzung der besonderen Anforderungen, die Chrom-Effektlack stellt.
Häufige FragenDie folgenden Fragen tauchen bei Einsteigern besonders häufig auf, wenn sie zum ersten Mal Chrom-Effektlack verarbeiten. Welche Körnung nehme ich für das Anrauen vor Chrom-Effektlack?Für den finalen Schliff vor dem Chrom-Effektlack sind 400 bis 600er Nassschleifpapier die sichere Wahl. Bei blankem Metall wird zunächst grober (180 bis 240) vorgeschliffen und dann mit 400 oder feiner nachgearbeitet. Bei bestehenden Lackschichten oder bestehenden Chromlackierungen aus der Dose genügt 600 bis 800er Körnung, um die Oberfläche anzumatten, ohne Material abzutragen. Wie lange nach dem Schleifen mit dem Lackieren warten?Nach trockenem Schleifen kann in der Regel direkt entfettet und dann lackiert werden. Nach dem Nassschleifen sollte die Oberfläche mindestens 20 bis 30 Minuten an der Luft trocknen. Bei saugfähigen Grundierungen oder bei kühleren Temperaturen lieber 45 bis 60 Minuten warten. Die Oberfläche muss vor dem Auftragen des Chromlacks völlig trocken sein. Kann ich eine verchromte Originaloberfläche direkt mit Chromlack überlackieren?Grundsätzlich ja, aber nur mit der richtigen Vorbereitung. Echtes Galvanochrom ist sehr glatt und muss mit 800 bis 1000er Nassschleifpapier angematt werden. Danach ist eine Haftgrundierung zwingend, weil der Chrom-Effektlack sonst kaum haftet und sich beim ersten Kratzer ablöst. Alte, rissige oder blätternde Chromschichten sollten zunächst vollständig entfernt werden. Nassschleifen oder Trockenschleifen: Was ist besser für Chromlack?Für Chromlack und Chrom-Effektlack ist Nassschleifen ab Körnung 400 aufwärts klar die bessere Wahl. Es erzeugt gleichmäßigere, feinere Schleifspuren, die sich weniger stark in der spiegelnden Oberfläche abzeichnen, hält das Schleifpapier länger scharf und produziert weniger Staub. Trockenes Schleifen bleibt sinnvoll für den ersten groben Schliff auf blankem Metall. Wer die Oberfläche sorgfältig anraut, sauber entfettet und die richtige Grundierung wählt, legt den Grundstein für ein Ergebnis, das den typischen Hochglanz-Effekt von Chromlack wirklich zur Geltung bringt. Die Vorbereitung ist keine Formsache, sie ist der entscheidende Teil der Arbeit. |
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